Für Religionsfreiheit und ein fröhliches Miteinander

Stellungnahme zu „Initiative gegen Islamismus“

Am 21. Dezember 2018 will eine „Initiative gegen Islamismus“ vor der Al-Rahman-Moschee demonstrieren.‎ Auch wir sprechen uns gegen die politische Aufladung von Religionen aus.

Religiöser Fanatismus führt immer auf den Irrweg! Dies gilt genauso für Christ_innen, die mit Eifer für „Lebensschutz“, also gegen jegliche Form von Abtreibungen und die Moderne insgesamt auftreten, wie auch für Islamist*innen, die unseren Rechts- in einen „Gottesstaat“ umwandeln oder gar „heilige“ Kriege anzetteln wollen.

Wir stehen ein für Religionsfreiheit und für die Freiheit von Religion. Wir stehen aber auch ein für eine offene Gesellschaft, in der alle Menschen, egal woher sie kommen oder welcher Religion sie anhängen, ohne Einschränkungen leben können.

Der Islam hat wie alle anderen Religionen in Leipzig seinen Platz.

Der Kundgebungsaufruf der Initiative gegen Islamismus entblößt sich nach einigen richtigen Bekundungen als islamfeindlich, wenn darin über „verpasste Islamkritik“, den „Islam als dem größten Integrationshindernis“ und von „Parallelgesellschaften“ fabuliert wird.

Vom wichtigen Zeichen gegen die fundamentalistischen, hassschürenden Ausformungen des Islamismus geht es schnurstracks zur Generalisierung der islamischen Religion an sich. Damit wird eine rassistische Flanke geöffnet. Und das scheint uns kein Zufall.

Wenn wir uns am 21.12.2018 ebenfalls vor die Al-Rahman-Moschee stellen, heißt das nicht, dass wir jeder Strömung oder Moscheegemeinde unkrititisch gegenüber stehen, genau wie dies im Fall anderer Religionen selbstverständlich ist. Es sind die universellen Menschenrechte und Demokratie, die die Prinzipien unseres Handelns sind.

Notwendige Religionskritik darf nicht zu Lasten und auf dem Rücken unbeteiligter Betender ausgeübt werden. Wir kündigten – wie bisweilen behauptet wurde – keinerlei „Gegenkundgebung“ an und verwehren uns gegen jegliche Unterstellungen in dieser Art. Wir stellen uns vielmehr an die Seite der Muslim*a, die mit dem Aufruf verunglimpft werden und rufen zum Dialog auf.

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